Ausbildungsfinanzierung

Bei der Entscheidung für eine Ausbildung sind neben den fachlichen meist auch finanzielle Aspekte wichtig. Vielen fällt es schwer zu überblicken, ob die Einnahmen die Kosten decken werden, oder gar verschiedene Angebote daraufhin zu vergleichen. Oft verbergen sich hinter anfangs billiger wirkenden Komplettangeboten letztlich wesentlich teurere Gesamtlösungen. (Falls Sie trotzdem wirklich lieber ein ‚All-Inclusive‘-Angebot vorneweg bezahlen wollen, bietet das APR Ihnen aber gern auch einen solchen Zusatzvertrag ‚All-Inclusive 4.000 €‘ an.)

Zudem werden je nach Ihrer individuellen Lebenssituation ganz unterschiedliche Aspekte wichtig. Will man die Ausbildung z. B. über günstige Ausbildungskredite oder BaFöG finanzieren, wird man sie möglichst schnell abschließen wollen. Wer jedoch eine der vielen gut bezahlten Stellen für Psycholog*innen in den Kliniken Mecklenburg-Vorpommerns bekommt, nimmt vielleicht gern in Kauf, die Ausbildung dann erst in mehr als drei Jahren zu beenden. An unserem Ausbildungsinstitut kommen viele Lösungsvarianten vor. Wir beraten Sie gern, was sich in Ihrer individuellen Lebenssituation empfiehlt. Für Ihren eigenen Überblick folgen nun sauber getrennt die zu erwartenden Einnahmen und Kosten der Ausbildung an unserem Institut: 

Ihre Einnahmen

stammen, abgesehen von den Arbeitgeber-Vergütungen während der 18 Monate Praktische Tätigkeit I u. II (s. u.), aus Ihrer Ambulanztätigkeit bei uns, während der Praktischen Ausbildung in der zweiten Ausbildungshälfte nach der Zwischenprüfung. Es müssen mindestens 600 h und können maximal 800 h Psychotherapie geleistet werden. Unsere Vergütung einer Therapiestunde ergibt sich aus jährlichen Verträgen mit den Krankenkassen und unseren Kosten des Ambulanzbetriebs. Würden Sie Teilnehmer*in unseres nächsten Lehrgangs Nr. 6 ab April 2019, bekämen Sie für eine in der Rostocker Ausbildungsambulanz durchgeführte reguläre Therapiestunde 38 € vergütet, ab der 601. Therapiestunde 46 €. Die Vergütung von regulären Therapiestunden, die außerhalb der Ausbildungsambulanz in kooperierenden Lehrpraxen (z. B. am Arbeitsort) durchgeführt werden, liegt aufgrund zusätzlicher Raummiete und erhöhtem organisatorischen Aufwand dann bei 35 Euro (ab der 601. Therapiestunde 40 €).

22.800 €Vergütung 1.-600. PT-Sitzung
9.200 €Vergütung 601.-800. PT-Sitzung
32.000 €Maximaleinnahmen in Ausbildung


Bei 600 h PT wären es also 22.800 € Einnahmen, bei 800 h PT maximal 32.000 €, d. h. im Vergleich zu den Kosten (s.u.) sind ca. 10.000 € Überschuss von Ihren direkten Einnahmen und Ausgaben (s. u.) beim APR möglich.

Ihre Kosten

für die Lehrgangsteilnahme sind in allen DGVT-AA Ausbildungszentren gleich, sie betragen für DGVT-Mitglieder 14.235 € (Stand 10/2018). Sie sind während der drei Jahre der Ausbildung quartalsweise in zwölf Raten (á 1.185 €) an die DGVT-AA zu entrichten.

Hinzu kommen die Kosten für die Einzel-Supervision (50 h) in Höhe von 4500 €. Kleingruppen-Supervision (100 h) und Gruppen-Selbsterfahrung (120 h) sind bereits in den Ausbildungskosten enthalten. Die Übernachtungskosten für die gesamte Gruppen-Selbsterfahrung in einem externen Seminarhaus (10 Übernachtungen) betragen Stand 2018 ca. 350 €. Für die Begutachtung der Prüfungsfallberichte sind 250 € fällig. Damit sind alle unsere Ausbildungskosten abgedeckt.

14.235 €Ausbildungskosten
4.500 €Einzelsupervision
350 €externe Unterbringung Gruppen-SE
250 €Prüfungsfallbericht-Begutachtung
19.335 €

Gesamtkosten der Ausbildung

Die Ausbildung an unserem Institut refinanziert sich also sicher von selbst, es sind sogar ca. 10.000 € Überschuss möglich!

Doch Ihre eigene Vorausschätzung von Ausgaben und Einnahmen in den Jahren der Ausbildung sollte darüber hinaus Ihre individuellen Lebenshaltungskosten während Ihrer persönlichen Ausbildungsdauer einbeziehen, weiter die individuellen Fahrtkosten zu Ihren Ausbildungsstätten, auf der Einnahmeseite dann aber auch Ihre Entlohnung während der Praktischen Tätigkeit I (maximal ca. 12 x ca. 3000 €, minimal 12 x ca. 500 €) und Praktischen Tätigkeit II (maximal ca. 6 x ca. 3000 €, minimal 6 x ca. 500 €), unter dem Strich also zwischen 9.000 € und 54.000 €, wie auch Ihrer eventuellen Berufstätigkeit in den anderen mindestens 18 Ausbildungsmonaten (z. B. halbtags: maximal weitere ca. 27.000 €).

Letztlich sind Lebenshaltungskosten sowie Arbeitslohn individuell entscheidend für Ihre finanzielle Situation während der Ausbildungsjahre!

Wir beraten Sie gern auch bei Ihrer individuellen finanziellen Planung der Ausbildungszeit! In Einzelfällen helfen wir gern z. B. bezüglich günstigen Bildungs-Krediten vom Bund oder Ausbildungsdarlehen bei der APO-Bank. In Einzelfällen vergeben wir selbst befristet Ausbildungs-Kredite, die wir dann später mit Ihren Ambulanz-Einnahmen verrechnen.